[ Augenerkrankungen bei Katzen ]

Augenerkrankungen bei Katzen erkennen

Trübung, Blinzeln, Rötung oder Tränenfluss: Krankheiten am Auge geben sich meist deutlich zu erkennen.
Wichtig ist dann, rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen, bevor bleibende Schäden entstehen und die Sehfähigkeit leidet.

Die häufigsten Alarmsignale

Die häufigsten Anzeichen für Augenerkrankungen sind leicht zu erkennen und sollten als Alarmsignal dienen: Bei der Bindehautentzündung zeigt das Auge Rötung, Sekretfluss und Schmerzhaftigkeit, zu erkennen an Reiben, Lichtscheue und Blinzeln.
Im Beispiel oben ist die Entzündung besonders stark ausgeprägt und hat bereits zum Anschwellen der Bindehaut geführt. Blutspuren im Auge können von Unfällen, aber auch von einer Entzündung oder Infektion herrühren. Ist die Iris entzündet, ist sie meist etwas dunkler und rötlicher gefärbt. Das Auge ist sehr schmerzhaft und das Tier meidet das Licht. Als Folge können sich Fibringerinnsel bilden. Trübungen können sowohl außen auf der Hornhaut als auch im Inneren, vor allem in der Linse, auftreten. Während die Trübung der Hornhaut meist gut behandelbar ist, lässt sich eine Linsentrübung, auch Katarakt genannt, kaum rückgängig machen. Sie kann aber Hinweise auf andere Erkrankungen geben, beispielsweise Diabetes mellitus

Auf verräterische Zeichen achten.

Als Tierhalter sollten Sie deshalb auf typische Anzeichen für Augenerkrankungen achten: Bei einer Bindehautentzündung beispielsweise ist vermehrter Tränenfluss oder Augensekret manchmal das einzige Zeichen, mitunter kommen Reiben am Auge, Lichtscheue und Blinzeln hinzu. Diese Symptome können aber auch auf einen Fremdkörper oder eine Verletzung der Hornhaut hinweisen. Häufig trübt sich die Hornhaut an der verletzten Stelle ein und bei längerem Bestehen des Prozesses wachsen auch Blutgefäße vom Augenrand her ein. Der große Vorteil derartiger Veränderungen ist, dass sie auch für den Laien relativ leicht als krankhaft zu erkennen sind: Achten Sie stets auf Rötungen, Trübungen, deutlich sichtbare Blutgefäße im Bereich des Auges oder ganz allgemein alle Unterschiede im Erscheinungsbild beider Augen: Dies ist, abgesehen von unterschiedlichen Pupillenfarben, die gelegentlich vorkommen, stets ein Hinweis auf Erkrankungen. Wenn es sich das Tier gefallen lässt, sollten Sie bei derartigen Anzeichen das Auge kontrollieren, indem Sie den Kopf umfassen, das Unterlid festhalten und das Oberlid vorsichtig hochziehen.

Bei Veränderungen schnell den Tierarzt aufsuchen

Sorgen Sie für gute Beleuchtung und achten Sie auf alle Unregelmäßigkeiten. Vergleichen Sie anschließend die beiden Augen miteinander. Gelegentlich wird die Untersuchung dadurch erschwert, dass sich das dritte Augenlid vor das Auge schiebt und die Sicht verdeckt. Ist das Auge verändert oder verletzt, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen, idealerweise mit der Zusatzbezeichnung „Augenheilkunde“, der Ihrem Tier helfen kann. Das gilt auch für alle Notfälle am Auge, seien es nun Fremdkörper, Verletzungen, schmerzhafte Zustände oder plötzliches Erblinden.

Abheilende Augenentzündung während der 1. erfolgreichen Behandlungsschritte

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